Leistungstests
Die AGTB 5-12 ist geeignet, die Funktionstüchtigkeit des Arbeitsgedächtnisses von Kindern zwischen 5 und 12 Jahren zu messen. Die AGTB 5-12 erfasst mit 12 Subtests die drei Komponenten des Arbeitsgedächtnisses nach Baddeley: Zentral-exekutives (Ziffern rückwärts, Farben rückwärts, Objektspanne, Zählspanne, Go/NoGo, Stroop), phonologisches (Ziffernspanne, Wortspanne einsilbig, Wortspanne dreisilbig, Kunstwörter) und visuell-räumliches Arbeitsgedächtnis (Matrix, Corsi Block). In der Screening-Version der AGTB sind folgende Subtests enthalten: Ziffernspanne, Kunstwörter, Corsi Block, Matrix, Objektspanne, Ziffern rückwärts. Mit je zwei Subskalen werden alle drei Arbeitsgedächtnisbereiche repräsentiert.Individuelle Unterschiede in der Funktionstüchtigkeit des Arbeitsgedächtnisses sind entscheidend für den Spracherwerb, den schulischen Schriftspracherwerb und die Aneignung grundlegender arithmetischer Kompetenzen sowie für das Auftreten unterschiedlicher Lernstörungen. Daher ist eine Messung der Arbeitsgedächtniskapazität durchaus bereits im Vorschulalter z.B. zur Einschätzung der Schulfähigkeit sinnvoll. Ebenso wie ein beeinträchtigtes Arbeitsgedächtnis zu Lernstörungen führen kann, können besonders gute Arbeitsgedächtnisfähigkeiten auch zu besonders herausragenden kognitiven Leistungen, etwa im Bereich von Schulleistungen, beitragen.Die AGTB 5-12 ist adaptiv, das heißt, das Schwierigkeitsniveau der Aufgaben wird an das Alter bzw. das Entwicklungsalter der Kinder angepasst und während der Durchführung der Aufgaben je nach Leistung gesteigert oder ggf. auch wieder reduziert.Aufgaben der AGTB 5-12Die Instruktionen zu allen Testaufgaben werden akustisch über Lautsprecher vorgegeben. Für die Bearbeitung der gesamten Testbatterie ist neben dem Bildschirm für den Testleiter ein handelsüblicher Touchscreen für das Kind an den Rechner anzuschließen (Installationshinweise sind in das Programm integriert).AuswertungDirekt nach der Durchführung der letzten Testaufgabe liegt nach nur einem weiteren Klick die komplette Auswertung für alle durchgeführten Subtests und die drei Arbeitsgedächtniskomponenten vor. Anwenderfreundlich werden die Rohwerte der einzelnen Subtests automatisch berechnet und die dem Alter des Kindes entsprechenden Normwerte ausgegeben.Aus der übersichtlichen Profildarstellung der Ergebnisse, die jederzeit auch als PDF-Dokument abgespeichert und ausgedruckt werden kann, geht mit einem Blick hervor, wo die individuellen Stärken und Schwächen des Kindes liegen. Die Interpretation der Ergebnisse wird durch adaptive Textbausteine für über-, unter- und durchschnittliche Werte zusätzlich erleichtert.Die Laufzeit der Programme ist auf jeweils 2 Jahre begrenzt, danach werden jährlich 10% vom Verkaufspreis fällig. Ein Update auf umfangreichere Versionen ist jederzeit möglich; berechnet wird für ein Update die Differenz zwischen den Preisen der jeweiligen Versionen.]]
Mit dem CompACT-Vi wird die Fähigkeit zur Aufrechterhaltung der Aufmerksamkeit bei Vorgabe von (seltenen) Zielreizen innerhalb einer gleichzeitig dargebotenen Menge von irrelevanten Reizen erfasst. Dem Anwender stehen drei Testformen zur Auswahl: Die Testform 1 („Vigilanztest“) erfasst die Reaktionsleistung in monotonen Reizsituationen (die Zahl der Zielreize ist vergleichsweise gering). Die Testformen 2 („Daueraufmerksamkeitstest“) und 3 („Daueraufmerksamkeitstest, Screeningform“) prüfen die Fähigkeit zur Aufrechterhaltung der Aufmerksamkeit über einen längeren Zeitraum hinweg (die Zahl der Zielreize ist vergleichsweise hoch). Zusätzlich steht eine Screeningform des Vigilanztests zur Verfügung.
Beim Continuous Attention Performance Test (CAPT) handelt es sich um einen einfach durchführbaren computergestützten Aufmerksamkeitstest für Kinder ab dem Vorschulalter. Er ist sprachfrei, vom Untersucher unabhängig und in der Lage, eine Trennung der visuellen und auditiven Aufmerksamkeit vorzunehmen. Den Kindern werden fünf verschiedene, leicht unterscheidbare Tiere in Form von Tierzeichnungen oder entsprechender Tierlaute präsentiert, wobei auf eine Zielsequenz per Knopfdruck reagiert werden muss. Dabei werden die Art und die Anzahl sowie das zeitliche Auftreten der Fehler und die Reaktionszeiten erfasst. Jeder Subtest wird nach der Hälfte der Zeit durch eine einminütige passive Pause unterbrochen und dauert insgesamt ca. neun Minuten.
Der CPT ist ein computergestütztes Verfahren zur Erfassung der selektiven Aufmerksamkeit, der Daueraufmerksamkeit sowie des impulsiven Verhaltens von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Dem Probanden werden auf einem Bildschirm nacheinander Einzelbuchstaben (H, O, T, X, Z) in zufälliger Reihenfolge dargeboten. Jeder Buchstabe erscheint für 200 ms; nach einer Pause von 2 Sekunden wird der nächste Buchstabe dargeboten. Der Proband hat die Aufgabe, immer dann mit einem Druck auf die Leertaste zu reagieren, wenn auf ein „O“ ein „X“ folgt. Im Test werden insgesamt 200 Stimulussequenzen (eine Sequenz entspricht zwei aufeinanderfolgenden Buchstaben) dargeboten, in 25 % der Fälle handelt es sich um die Zielsequenz O-X. Ausgewertet werden die Reaktionszeiten und die verschiedenen Fehlerarten: Auslassungsfehler (Omissionfehler) und falsch-positive Reaktionen (Commissionfehler) auf gänzlich irrelevante Kombinationen oder auf das Auftreten nur eines der beiden kritischen Reize. Insbesondere die Commissionfehler lassen Rückschlüsse auf mögliche Aufmerksamkeitsdefizite und Impulsivität zu. Für das HTS-Verfahren ist seit 2020 erstmalig ein Manual verfügbar.
Der DKT-K ist ein computergestütztes Verfahren, welches die Konzentrationsfähigkeit – wie im schulischen Kontext meist gefordert – bis zur Fertigstellung eines Arbeitsauftrages erfasst. Die Aufgabe der Kinder besteht darin, ein Ausgangsbild (z. B. eine kindgerechte bunte Zeichnung eines Hauses) mit drei unterhalb davon dargebotenen Bildern (z.B. Zeichnung einer Blume, eines Baumes und eines Hauses) zu vergleichen. Durch die Betätigung einer grün oder rot markierten Taste auf der Computertastatur ist anzugeben, ob in der Vergleichsreihe ein zum Ausgangsbild identisches Bild vorhanden ist oder nicht.Zur differenzierten Erfassung der Konzentration setzt sich der Test aus vier verschiedenen Skalen zusammen (Einfach- versus Mehrfachvergleich bei Bildern mit großem versus kleinem Detailunterschied). Die Items der verschiedenen Skalen stellen unterschiedliche Anforderungen an den Wahrnehmungs- und Verarbeitungsprozess von Informationen, wodurch spezifische Probleme im Konzentrationsbereich identifiziert werden können. Bearbeitet werden insgesamt 6 Durchgänge zu je 70 Items. Für den Gesamttest werden Leistungstempo und Leistungsgüte ausgewertet, während ein integrierter Kennwert die Konzentrationsleistung sowohl für den Gesamttest als auch für die einzelnen Skalen angibt. Zudem liefert der Test Kennwerte über den Leistungsverlauf (Leistungszuwachs und Leistungshomogenität), was u. a. für die Diagnostik einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) von Bedeutung ist, und es werden konkrete Anhaltspunkte zur Einleitung spezifischer Fördermaßnahmen bereitgestellt.Lesen Sie hier Artikel zum Thema: Der Konzentrationstest für Kinder: KoKi.ADHS sicher diagnostizieren.]]
Der Differentielle Leistungstest DL-KE ist ein Figurendurchstreichtest, der für die Eingangsstufe der Grundschule Bearbeitungsmaterial auf einem angemessenen Konzentrationsniveau zur Verfügung stellt. In zehn Intervallen von jeweils 1,5 Minuten soll ein bestimmter, auf der Reizvorlage mehrfach abgebildeter Gegenstand markiert werden. Ausgewertet wird der Test nach der Gesamtzahl der bearbeiteten Zeichen sowie nach relevanten und irrelevanten Bearbeitungsfehlern. Der DL-KE ermöglicht so eine Analyse des Leistungsverlaufs und Aussagen über die Belastbarkeit von Schulanfängern in Aufmerksamkeit erfordernden Situationen. Er soll Überbelastungen und die damit verbundenen Störungen der Leistungsmotivation zu vermeiden helfen, lässt problematische Leistungsstörungen frühzeitig erkennen und gibt Hinweise für eine differenzielle Förderung bei verschiedenen allgemeinen Leistungsstörungen.
Der Differentielle Leistungstest DL-KG schließt an die Tradition der Durchstreichserie von Bourdon und anderen an. Er bietet ein Bearbeitungsmaterial, das für über 95% der Zielgruppen ein angemessenes, nicht zu schwieriges Bearbeitungsniveau darstellt. Er ist die Ergänzung des DL-KE für die Altersgruppen der Grundschule. Der DL-KG ist kein Konzentrationstest im herkömmlichen Sinne. Er verzichtet auf den Anspruch, Konzentrationsfähigkeit nur in einem Testwert zu erfassen, sondern liefert drei Messwerte für verschiedene Leistungsvariablen (Quantität, Qualität und Gleichmäßigkeit der Leistung). Darüber hinaus ist er als standardisierte Beobachtungssituation der Arbeitshaltung bei konzentrierter Tätigkeit und fremdgesetzter Aufgabenstellung geeignet.
Mit dem d2-R in der elektronischen Fassung können Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit in Einzel- oder in Gruppentestungen schnell, sehr zuverlässig und valide untersucht werden. Der Test erfasst die Schnelligkeit und Genauigkeit bei der Unterscheidung ähnlicher visueller Reize (Detail-Diskrimination). Die vielfältige Absicherung der Testgütekriterien (Objektivität, Zuverlässigkeit und Gültigkeit), die einfache Anwendung, der geringe Aufwand an Zeit und Material sind Ursachen dafür, dass der Test d2 zu den am häufigsten verwendeten psychodiagnostischen Verfahren in Deutschland gehört und auch im Ausland weite Verbreitung gefunden hat.Die Vorteile einer Computerversion liegen auf der Hand: Für den Testleiter entfällt die Zeitmessung, und die Auswertung erfolgt schnell und zuverlässig per Mausklick. Auswertungsfehler, die beim Auswerten mit Schablonen oder auch mit einem Durchschreibbogen vorkommen können, stellen beim Computertest keine Bedrohung mehr für die Auswertungsobjektivität dar. Die von Grund auf neu entwickelte elektronische Version des d2-R wurde so eng wie möglich an die Papier-und-Bleistift-Version angelehnt, um eine möglichst hohe Äquivalenz zu erreichen. So werden die gleichen Items verwendet, und markierte Items erscheinen als durchgestrichen.An Stelle der 14 Zeilen der Papier-und-Bleistift-Version liegen 14 Bildschirmseiten vor, die nacheinander zu bearbeiten sind. Die Bearbeitungszeit pro Seite beträgt ebenfalls 20 Sekunden und jede Seite zeigt 60 (statt 57) Items. Die Zielobjekte und Distraktoren sind die gleichen geblieben. Allerdings wurde ihre Abfolge neu festgelegt und die Anteile der einzelnen Items wurden minimal verändert. Die Bearbeitung erfolgt wahlweise per Maus oder über einen Touchscreen (z.B. auf gängigen Tablets). Die Ergebnisse können mit Interpretationshinweisen in Form eines Berichts (individueller Testreport) angezeigt bzw. als PDF ausgedruckt werden.Lesen Sie hier einen Artikel zum Thema: Der Konzentrationstest für Kinder: KoKi.]]
Als objektiver und zuverlässiger, mehrdimensionaler Leistungstest misst der Farbe-Wort-Interferenztest elementare Fähigkeiten der Informationsverarbeitung (Auswahl, Codierung und Decodierung) im optisch-verbalen Funktionsbereich. Mit dem Test werden Verarbeitungsgeschwindigkeiten der «Sensu-Konzepto-Motorik» erfasst (Wahrnehmung, begriffliche Umsetzung und verbale Wiedergabe von Reizen durch das Lesen bzw. Benennen). Mittels des Farbe-Wort-Inkongruenzprinzips nach J.R. Stroop wird zudem die Stressbelastung und damit die konzentrative Beanspruchung variiert. Die mit dem Test messbaren kognitiven Leistungsfunktionen sind: Nomination (Geschwindigkeit der Namenfindung, Benennung), Selektivität (konzentrativer Widerstand gegenüber dominierenden Reaktionstendenzen oder Interferenzneigung), Alertness (Grundgeschwindigkeit der Informationsverarbeitung) sowie – unter bestimmten Voraussetzungen – die Lesegeschwindigkeit. Die Auswertung liefert ein dreidimensionales Leistungsprofil.
Der Frankfurter Adaptive Konzentrationsleistungs-Test in der 2. Auflage ist das bewährte computerbasierte Konzept zur adaptiven Messung der individuellen Konzentrationsfähigkeit. Zur Bestimmung der Konzentrationsfähigkeit werden die Aspekte Konzentrations-Leistung (KL), Konzentrations-Genauigkeit (KG) und Konzentrations-Homogenität (KH) erfasst. Es existieren drei Testformen (FAKT-E, FAKT-S und FAKT-SR), welche die Variation des situativen Belastungsgrades erlauben und sich in der Darbietungsweise der Items unterscheiden. FAKT-E bietet nur jeweils ein Item auf dem Bildschirm dar (hohe situative Belastung), FAKT-S gleichzeitig 10 Items (mittlere situative Belastung). Die Testform FAKT-SR erhebt Reaktionszeiten für die Itembearbeitung (niedrige situative Belastung). Zu jeder Testform kann zusätzlich zwischen den zwei Durchführungsarten „adaptive Testzeit“ oder „wählbare Testzeit“ gewählt werden, wobei 6 Minuten als Standardtestzeit voreingestellt sind. Die Auswertung des Tests erfolgt automatisch und wird entweder auf dem Bildschirm oder auf dem Drucker ausgegeben. Die Testergebnisse können für den wissenschaftlichen Einsatz exportiert und mit Statistik-Programmen weiterverarbeitet werden.
Das FAIR-2 ist die zweite, überarbeitete und ergänzte Auflage des FAIR, eines vielfach bewährten Verfahrens zur Erfassung interindividueller Unterschiede in Aufmerksamkeitsleistung und Konzentrationsfähigkeit. Das FAIR ist ein Paper-Pencil- Test und erfordert die genaue und schnelle Diskrimination visuell ähnlicher Zeichen unter gleichzeitiger Ausblendung aufgabenirrelevanter Information. Im Unterschied zu herkömmlichen Durchstreichtests weist das FAIR eine erhöhte Testfairness wie auch Unverfälschbarkeit auf, da es mit zwei sich auf zwei Dimensionen unterscheidenden Zielitems, einer sorgfältig kontrollierten Itemverteilung, welche eine Ratekorrektur ermöglicht, und dem vollständigen Markierungsprinzip arbeitet. Ein weiterer Vorteil des FAIR ist, dass als Testitems leicht fassbare, visuelle Zeichen konstruiert wurden, die sich aus Kreisen und Quadraten zusammensetzen und damit kulturunabhängig sind.Mit vier Testwerten können folgende Aspekte der Aufmerksamkeit erfasst werden: Der Markierungswert M gibt Hinweise zum Instruktionsverständnis; mit dem Leistungswert L wird ein fehlerkorrigierter Testwert des Arbeitstempos berechnet, der über die Menge der konzentriert bearbeiteten Testitems informiert; der Qualitätswert Q weist den Anteil der konzentrierten Urteile an allen abgegebenen Urteilen auf und zeigt die Sorgfalt und relative Fehlerfreiheit der Bearbeitung an; der Kontinuitätswert K berücksichtigt, wie kontinuierlich die Konzentration aufrechterhalten werden kann.Das FAIR-2 enthält zwei parallele Testformen A und B.Das ist neu im FAIR-2 gegenüber des FAIR: erweiterte und aktualisierte Normen für beide Testformen inhaltliche Erweiterungen in Form neuer Forschungsergebnisse Überarbeitung gemäß der vom Testkuratorium der Föderation Deutscher Psychologenvereinigungen empfohlenen DIN 33430 (Anforderungen an Verfahren und deren Einsatz bei berufsbezogenen Eignungsbeurteilungen)
Die KKA erfasst die kurzzeitige selektive Aufmerksamkeits- und Konzentrationsleistung (Leistungsmenge in vorgegebener Zeit) von Vorschul- und Primarschulkindern im Alter von 3 bis 8 Jahren. Es handelt sich bei der KKA um einen Durchstreichtest, bei dem die Kinder die Aufgabe haben, in mehreren Reihen mit verschiedenen Abbildungen die jeweiligen Zielobjekte anzustreichen, wobei die Bearbeitungszeit pro Testreihe auf 10 Sekunden festgelegt ist. Zeitnahe oder zeitferne Wiederholungsmessungen sind durch 6 Parallelformen der KKA möglich; ergänzend können Leistungsverläufe bei der Anwendung von KKA-Testserien zu einem Testzeitpunkt (maximal sechs KKA-Parallelformen) und die Anzahl von Verwechselungsfehlern zur Interpretation herangezogen werden. Neben deutschsprachigen Testinstruktionen stehen die Instruktionstexte auch in türkischer, russischer, englischer, portugiesischer und luxemburgischer Sprache zur Verfügung.
Die Konzentrationsfähigkeit eines Kindes stellt eine Grundbedingung für das Lernen und das Erbringen von schulischen Leistungen dar. Mögliche Defizite sollten daher schon im Vorschulalter festgestellt werden. Zu diesem Zweck wurde das Konzentrations-Handlungsverfahren für Vorschulkinder (KHV-VK) entwickelt. Als kindgemäßes Sortierverfahren, das die Parameter Fehler (Sorgfaltsleistung) und Zeit (Arbeitstempo) erfasst, ermöglicht es Aussagen zum Niveau konzentrativer Fähigkeiten und stellt auch bei der Diagnostik von ADHS im Vorschulalter eine wichtige Hilfe dar. Die Aufgabe der Kinder besteht im Sortieren von 44 Karten mit gegenständlichen Abbildungen nach bestimmten Merkmalen. Für altersgerecht entwickelte Kinder wurde ein „Vierer-Sort“ (für das Sortieren nach vier Merkmalen) und für entwicklungsbeeinträchtigte Kinder ein „Zweier-Sort“ (zwei Merkmale) gestaltet.
Beim KLT-R handelt es sich um die revidierte und neu normierte Version des bewährten KLT. Der KLT-R erfasst, im Unterschied zu Tests der Kurzzeitanspannung (z.B. Test d2), die Langzeitanspannung. Erfasst werden sowohl die Quantität als auch die Qualität der Dauerbeanspruchungen und des Leistungsverlaufs einer Testperson. Der KLT-R liegt in zwei unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen vor, welche aus je 9 Blöcken mit jeweils 20 Rechenaufgaben bestehen. Pro Aufgabenblock sind 2 Minuten Bearbeitungszeit vorgesehen. Die leichtere Form, der KLT-R 4-6, ist für die Anwendung bei Schülern der 4. bis 6. Schulstufe geeignet. Zusätzliche Einsatzmöglichkeiten dieser Form liegen im Bereich der Förderschule. Die schwierigere Form, der KLT-R 6-13, ist in der 6. bis 13. Schulstufe und bei Erwachsenen anwendbar. Für jede Schwierigkeitsstufe sind zwei echte Parallelversionen vorhanden.
Der Konzentrations-Verlaufs-Test erlaubt eine genaue Analyse des Arbeitsverhaltens unter Daueraufmerksamkeitsbedingungen. Der Proband soll einen Kartenstoß nach vier Kriterien durchsehen und dahingehend sortieren, ob die Karten die eine oder andere von zwei vorgegebenen Zahlen enthalten oder alle beide bzw. keine von beiden. Gemessen werden Arbeitszeit und Fehlerzahl; es ergibt sich eine Arbeits-Verlaufskurve.
Der KT 3-4 R ist eine revidierte Version des KT 3-4. Es handelt sich um einen Durchstreichtest, bei dem die Kinder die Aufgabe haben, 20 Minuten lang jeweils mehrere Würfelabbildungen zu vergleichen und übereinstimmende anzustreichen. Die Konzentrationsleistung wird damit über einen schulrelevanten Zeitraum erfasst, ohne Anforderungen an schriftsprachliche oder rechnerische Kenntnisse zu stellen. In der neuen Testversion ist das vollständige Markierungsprinzip zur Kontrolle des instruktionsgemäßen Verhaltens der Probanden eingeführt und die Markierung von fünfminütigen Zeitintervallen vorgesehen, durch die eine Verlaufsanalyse der Konzentrationsleistung möglich wird. Um mit der Konzentrationsleistung auch den in vielen Tests vernachlässigten Aspekt der Ablenkungsresistenz zu erfassen, wurde das Testmaterial um comicartige Bild-Distraktoren ergänzt, die während der Testbearbeitung nicht beachtet werden sollen (Kinder, denen dies nicht gelingt, erzielen eine schwächere Testleistung). Zur Beschreibung der Testleistung stehen gesonderte Kennwerte für das Arbeitstempo, die Arbeitssorgfalt und den Arbeitsverlauf sowie zwei Kennwerte für die Gesamtleistung zur Verfügung. Einer der Gesamtleistungskennwerte wird durch eine neuartige Verknüpfung der Tempo- und Sorgfaltsleistung gebildet.
Der KoKi ist ein Leistungstest zur objektiven und kindgerechten Erfassung der Konzentrationsfähigkeit. Er besteht aus 8 Testseiten mit je 100 Bildern. Auf jeder Testseite sind 10 Zeilen mit je 10 Bildern von Hunden und Pferden zu sehen. Die Kinder sollen in jeder Zeile diejenigen Hunde durchstreichen, die in Richtung einer Wurst am Zeilenanfang oder -ende blicken (Zielreize). Alle anderen Bilder sind Distraktoren und sollen ignoriert werden. Auf der Hälfte der Testseiten kommen auch einige „verzauberte“ Pferde vor, beispielsweise ein Pferd mit Flügeln, mit einem Geweih oder mit nur 3 Beinen. Diese spezifischen Distraktoren erzeugen besonders viel Aufmerksamkeit, sodass es schwieriger ist, diese zu ignorieren. Da dies den Kindern erwartungsgemäß schwerfällt, erzielen sie auf den Testseiten mit den verzauberten Pferden im Durchschnitt etwas schlechtere Leistungen als auf den übrigen Seiten. Der Test liefert mit seinen Kennwerten Informationen zur „Konzentrationsfähigkeit“, dem „Arbeitstempo“ und der „Genauigkeit“ sowie zur „Unablenkbarkeit“ (Maß der Ablenkbarkeit durch die „verzauberten“ Pferde). Die gemeinsame Betrachtung der vier Kennwerte liefert auch Hinweise auf die Diagnostik einer ADHS.Lesen Sie hier Artikel zum Thema:Der Konzentrationstest für Kinder: KoKi.ADHS in der Lerntherapie.ADHS sicher diagnostizieren.]]
Dieses Verfahren, das in zwei Parallelformen vorliegt, hat die Erfassung der Merkfähigkeit zum Ziel und ermöglicht die Feststellung eines allgemeinen Gedächtnisquotienten. Das Subtestprofil stellt weitere Informationen über die Merkfähigkeits-Schwerpunkte eines Probanden zur Verfügung. In 6 Subtests wird das Erlernen und Behalten von figuralem, verbalem und numerischem Material geprüft. Das Material erscheint in elementhaft-isolierter, paarweise assoziativer oder ganzheitlich-struktureller Form. Die Wiedergabe erfolgt nach der Methode der freien Reproduktion oder des Wiedererkennens. Die Testuntersuchung gliedert sich in eine Lernphase und eine Reproduktionsphase.
Der Rev.T. ist ein allgemeiner Leistungstest zur Untersuchung anhaltender Konzentration bei geistiger Tempoarbeit. Er besteht aus 15 Testzeilen zu je 44 Aufgaben (Additionen – Form A – bzw. Subtraktionen – Form S – einstelliger Zahlen mit einstelligen Ergebnissen). Die Bearbeitungszeit zur Kontrolle der Aufgabenergebnisse beträgt 30 Sekunden je Zeile. Richtige und falsche Ergebnisse sind auf den Aufgabenbögen zufällig verteilt und sollen jeweils kenntlich gemacht werden. Zur quantitativen Bewertung dienen die Gesamtmenge der kontrollierten Aufgaben und die Anzahl der Fehler. Eine qualitative Bewertung erfolgt durch die Verlaufsanalyse der Arbeitskurve, bestehend aus den zuletzt bearbeiteten Aufgaben jeder Teilzeit.
Der Test d2 stellt eine standardisierte Weiterentwicklung der sog. Durchstreichtests dar. Er misst Tempo und Sorgfalt des Arbeitsverhaltens bei der Unterscheidung ähnlicher visueller Reize (Detail-Diskrimination) und ermöglicht damit die Beurteilung individueller Aufmerksamkeits- und Konzentrationsleistungen. Die vielfältige Absicherung der Testgütekriterien (Objektivität, Zuverlässigkeit und Gültigkeit), die einfache Anwendung, der geringe Aufwand an Zeit und Material sind Ursache dafür, dass der Test d2 zu den am häufigsten verwendeten psychodiagnostischen Verfahren in Deutschland gehört und auch im Ausland weite Verbreitung gefunden hat. Inzwischen liegt das Verfahren in englischer, französischer, tschechischer, spanischer, polnischer, dänischer und portugiesischer Sprache vor. Die 9. Auflage liegt in aktualisierter Form mit neuen Normen vor, die auf der Basis einer umfangreichen Datenerhebung im Jahr 2000 erstellt wurden.]]
Der Test d2-R stellt eine Weiterentwicklung des bewährten Test d2 dar, der zuletzt in der 9. Auflage erschienen war. Der Test dient der Messung der Konzentration bei Aufgaben, die Aufmerksamkeit verlangen (konzentrierte Aufmerksamkeit). Er erfasst die Konzentrationsfähigkeit der Testperson sowie die Schnelligkeit und Genauigkeit bei der Unterscheidung ähnlicher visueller Reize (Detail-Diskrimination). Die vielfältige Absicherung der Testgütekriterien (Objektivität, Zuverlässigkeit und Gültigkeit), die einfache Anwendung, der geringe Aufwand an Zeit und Material sind Ursachen dafür, dass der Test d2 zu den am häufigsten verwendeten psychodiagnostischen Verfahren in Deutschland gehört und auch im Ausland weite Verbreitung gefunden hat. Die Testaufgabe und die zu bearbeitenden Zeichen blieben bei der Revision unverändert; verändert wurden die Anzahl der Items, die Instruktion (umfangreichere schriftliche Anweisung) und die Auswertung, die durch die Verwendung eines Durchschreibbogens schneller und sicherer wird. Es werden neue Normen und aktuelle Ergebnisse zu den Gütekriterien vorgelegt. Alle Testmaterialien wurden überarbeitet und neu erstellt. Neu verfügbar ist zudem eine Kurzanleitung in türkischer Sprache.
Die Testreihe zur Prüfung der Konzentrationsfähigkeit ermöglicht die Erfassung von Leistungsmenge, Leistungsgüte und Stabilität bei wechselnden konzentrativen Anforderungen im zeitlichen Umfang einer knappen Schulstunde. Die Entwicklung der TPK orientiert sich an der im Schulunterricht geforderten Konzentrationsleistung. Die TPK besteht aus drei unterschiedlich strukturierten Untertests. Es können insgesamt sieben Messwerte erhoben werden, die eine qualitative Profildarstellung ermöglichen.