Erwachsene
Mit dem CompACT-Vi wird die Fähigkeit zur Aufrechterhaltung der Aufmerksamkeit bei Vorgabe von (seltenen) Zielreizen innerhalb einer gleichzeitig dargebotenen Menge von irrelevanten Reizen erfasst. Dem Anwender stehen drei Testformen zur Auswahl: Die Testform 1 („Vigilanztest“) erfasst die Reaktionsleistung in monotonen Reizsituationen (die Zahl der Zielreize ist vergleichsweise gering). Die Testformen 2 („Daueraufmerksamkeitstest“) und 3 („Daueraufmerksamkeitstest, Screeningform“) prüfen die Fähigkeit zur Aufrechterhaltung der Aufmerksamkeit über einen längeren Zeitraum hinweg (die Zahl der Zielreize ist vergleichsweise hoch). Zusätzlich steht eine Screeningform des Vigilanztests zur Verfügung.
Mit dem d2-R in der elektronischen Fassung können Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit in Einzel- oder in Gruppentestungen schnell, sehr zuverlässig und valide untersucht werden. Der Test erfasst die Schnelligkeit und Genauigkeit bei der Unterscheidung ähnlicher visueller Reize (Detail-Diskrimination). Die vielfältige Absicherung der Testgütekriterien (Objektivität, Zuverlässigkeit und Gültigkeit), die einfache Anwendung, der geringe Aufwand an Zeit und Material sind Ursachen dafür, dass der Test d2 zu den am häufigsten verwendeten psychodiagnostischen Verfahren in Deutschland gehört und auch im Ausland weite Verbreitung gefunden hat.Die Vorteile einer Computerversion liegen auf der Hand: Für den Testleiter entfällt die Zeitmessung, und die Auswertung erfolgt schnell und zuverlässig per Mausklick. Auswertungsfehler, die beim Auswerten mit Schablonen oder auch mit einem Durchschreibbogen vorkommen können, stellen beim Computertest keine Bedrohung mehr für die Auswertungsobjektivität dar. Die von Grund auf neu entwickelte elektronische Version des d2-R wurde so eng wie möglich an die Papier-und-Bleistift-Version angelehnt, um eine möglichst hohe Äquivalenz zu erreichen. So werden die gleichen Items verwendet, und markierte Items erscheinen als durchgestrichen.An Stelle der 14 Zeilen der Papier-und-Bleistift-Version liegen 14 Bildschirmseiten vor, die nacheinander zu bearbeiten sind. Die Bearbeitungszeit pro Seite beträgt ebenfalls 20 Sekunden und jede Seite zeigt 60 (statt 57) Items. Die Zielobjekte und Distraktoren sind die gleichen geblieben. Allerdings wurde ihre Abfolge neu festgelegt und die Anteile der einzelnen Items wurden minimal verändert. Die Bearbeitung erfolgt wahlweise per Maus oder über einen Touchscreen (z.B. auf gängigen Tablets). Die Ergebnisse können mit Interpretationshinweisen in Form eines Berichts (individueller Testreport) angezeigt bzw. als PDF ausgedruckt werden.Lesen Sie hier einen Artikel zum Thema: Der Konzentrationstest für Kinder: KoKi.]]
Als objektiver und zuverlässiger, mehrdimensionaler Leistungstest misst der Farbe-Wort-Interferenztest elementare Fähigkeiten der Informationsverarbeitung (Auswahl, Codierung und Decodierung) im optisch-verbalen Funktionsbereich. Mit dem Test werden Verarbeitungsgeschwindigkeiten der «Sensu-Konzepto-Motorik» erfasst (Wahrnehmung, begriffliche Umsetzung und verbale Wiedergabe von Reizen durch das Lesen bzw. Benennen). Mittels des Farbe-Wort-Inkongruenzprinzips nach J.R. Stroop wird zudem die Stressbelastung und damit die konzentrative Beanspruchung variiert. Die mit dem Test messbaren kognitiven Leistungsfunktionen sind: Nomination (Geschwindigkeit der Namenfindung, Benennung), Selektivität (konzentrativer Widerstand gegenüber dominierenden Reaktionstendenzen oder Interferenzneigung), Alertness (Grundgeschwindigkeit der Informationsverarbeitung) sowie – unter bestimmten Voraussetzungen – die Lesegeschwindigkeit. Die Auswertung liefert ein dreidimensionales Leistungsprofil.
Beim KLT-R handelt es sich um die revidierte und neu normierte Version des bewährten KLT. Der KLT-R erfasst, im Unterschied zu Tests der Kurzzeitanspannung (z.B. Test d2), die Langzeitanspannung. Erfasst werden sowohl die Quantität als auch die Qualität der Dauerbeanspruchungen und des Leistungsverlaufs einer Testperson. Der KLT-R liegt in zwei unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen vor, welche aus je 9 Blöcken mit jeweils 20 Rechenaufgaben bestehen. Pro Aufgabenblock sind 2 Minuten Bearbeitungszeit vorgesehen. Die leichtere Form, der KLT-R 4-6, ist für die Anwendung bei Schülern der 4. bis 6. Schulstufe geeignet. Zusätzliche Einsatzmöglichkeiten dieser Form liegen im Bereich der Förderschule. Die schwierigere Form, der KLT-R 6-13, ist in der 6. bis 13. Schulstufe und bei Erwachsenen anwendbar. Für jede Schwierigkeitsstufe sind zwei echte Parallelversionen vorhanden.
Der Konzentrations-Verlaufs-Test erlaubt eine genaue Analyse des Arbeitsverhaltens unter Daueraufmerksamkeitsbedingungen. Der Proband soll einen Kartenstoß nach vier Kriterien durchsehen und dahingehend sortieren, ob die Karten die eine oder andere von zwei vorgegebenen Zahlen enthalten oder alle beide bzw. keine von beiden. Gemessen werden Arbeitszeit und Fehlerzahl; es ergibt sich eine Arbeits-Verlaufskurve.
Dieses Verfahren, das in zwei Parallelformen vorliegt, hat die Erfassung der Merkfähigkeit zum Ziel und ermöglicht die Feststellung eines allgemeinen Gedächtnisquotienten. Das Subtestprofil stellt weitere Informationen über die Merkfähigkeits-Schwerpunkte eines Probanden zur Verfügung. In 6 Subtests wird das Erlernen und Behalten von figuralem, verbalem und numerischem Material geprüft. Das Material erscheint in elementhaft-isolierter, paarweise assoziativer oder ganzheitlich-struktureller Form. Die Wiedergabe erfolgt nach der Methode der freien Reproduktion oder des Wiedererkennens. Die Testuntersuchung gliedert sich in eine Lernphase und eine Reproduktionsphase.
Der Test d2 stellt eine standardisierte Weiterentwicklung der sog. Durchstreichtests dar. Er misst Tempo und Sorgfalt des Arbeitsverhaltens bei der Unterscheidung ähnlicher visueller Reize (Detail-Diskrimination) und ermöglicht damit die Beurteilung individueller Aufmerksamkeits- und Konzentrationsleistungen. Die vielfältige Absicherung der Testgütekriterien (Objektivität, Zuverlässigkeit und Gültigkeit), die einfache Anwendung, der geringe Aufwand an Zeit und Material sind Ursache dafür, dass der Test d2 zu den am häufigsten verwendeten psychodiagnostischen Verfahren in Deutschland gehört und auch im Ausland weite Verbreitung gefunden hat. Inzwischen liegt das Verfahren in englischer, französischer, tschechischer, spanischer, polnischer, dänischer und portugiesischer Sprache vor. Die 9. Auflage liegt in aktualisierter Form mit neuen Normen vor, die auf der Basis einer umfangreichen Datenerhebung im Jahr 2000 erstellt wurden.]]
Der Test d2-R stellt eine Weiterentwicklung des bewährten Test d2 dar, der zuletzt in der 9. Auflage erschienen war. Der Test dient der Messung der Konzentration bei Aufgaben, die Aufmerksamkeit verlangen (konzentrierte Aufmerksamkeit). Er erfasst die Konzentrationsfähigkeit der Testperson sowie die Schnelligkeit und Genauigkeit bei der Unterscheidung ähnlicher visueller Reize (Detail-Diskrimination). Die vielfältige Absicherung der Testgütekriterien (Objektivität, Zuverlässigkeit und Gültigkeit), die einfache Anwendung, der geringe Aufwand an Zeit und Material sind Ursachen dafür, dass der Test d2 zu den am häufigsten verwendeten psychodiagnostischen Verfahren in Deutschland gehört und auch im Ausland weite Verbreitung gefunden hat. Die Testaufgabe und die zu bearbeitenden Zeichen blieben bei der Revision unverändert; verändert wurden die Anzahl der Items, die Instruktion (umfangreichere schriftliche Anweisung) und die Auswertung, die durch die Verwendung eines Durchschreibbogens schneller und sicherer wird. Es werden neue Normen und aktuelle Ergebnisse zu den Gütekriterien vorgelegt. Alle Testmaterialien wurden überarbeitet und neu erstellt. Neu verfügbar ist zudem eine Kurzanleitung in türkischer Sprache.